Voraussetzungen für Kostenübernahme


Eine Kostenübernahme für Psychotherapie muss bei Ihrer Krankenkasse vor Beginn der Behandlung, das heißt: spätestens im Anschluss an die probatorischen Sitzungen beantragt werden.

Psychotherapie ist außerdem ein gutachterpflichtiges Verfahren. Das bedeutet: Ihre Therapeutin wird in einem schriftlichen Bericht an Ihre Krankenkasse Hintergründe und Ziele der geplanten Behandlung darstellen. Ein Gutachter empfiehlt daraufhin der Krankenkasse die Bewilligung oder Ablehnung der beantragten Leistungen.

Psychotherapie gehört seit langem zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Allerdings zahlen die Krankenkassen derzeit nur für drei therapeutische Verfahren, die in den »Psychotherapie-Richtlinien« vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen festgelegt wurden.

Auch dem Umfang einer bewilligten Therapie sind deutliche Grenzen gezogen: Für verhaltenstherapeutische Einzelpsychotherapie werden bis zu 25 Sitzungen als Kurzzeit-Therapie und 45 Sitzungen als Langzeit-Therapie bewilligt (eine Umwandlung ist möglich). Daran kann sich ein Fortführungsantrag bis zur Regelhöchstgrenze von 60 Behandlungsstunden anschließen.

Nur in besonders umschriebenen Ausnahmefällen ist eine nochmalige Verlängerung bis auf 80 Behandlungsstunden möglich. Eine Behandlungsstunde entspricht im Durchschnitt 50 Minuten. Verhaltenstherapie kann als Einzeltherapie auch in halbstündigen Sitzungen mit entsprechender Vermehrung und in doppelstündigen Sitzungen mit entsprechender Verminderung der Gesamtsitzungszahl Anwendung finden.

Eine Psychotherapie hat also einen Anfang und ein Ende. Das sollte schon zu Beginn der Behandlung berücksichtigt werden, wenn Therapeut und Patient überlegen, welche Probleme und Konflikte sie in der vorgegebenen Zeit in den Mittelpunkt der Arbeit rücken wollen und welche Ziele sie sich setzen.



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